Fragen zur Scheidung
 
Wie lange dauert das Verfahren bis zur Scheidung?
 
Wann ist eine Scheidung  „einvernehmlich“?
 
Vertritt Ihre Kanzlei mich auch bei einer streitigen Scheidung?
 
Wie berechnen sich die Scheidungskosten genau?
 
Wie können wir Scheidungskosten sparen?
 
Wie läuft der Scheidungstermin bei Gericht ab?
 
Was wird mit dem Scheidungsverfahren geregelt?
 
Zahlt die Rechtsschutzversicherung?
 
Kann ich mich auch ohne Anwalt scheiden lassen?
 
Hat es einen Nachteil, einen Anwalt zu beauftragen, der seinen Kanzleisitz nicht an meinem Wohnort hat?
 
Ab wann lebt man überhaupt getrennt?
 
Grundlegendes zur Verfahrenskostenhilfe
 
Kann auf den Versorgungsausgleich verzichtet werden?
 
Kann ich meinen alten Namen wieder annehmen?
 
Wann kann ich neu heiraten?
 
Ist eine Online-Scheidung in Deutschland erlaubt?
 


 

Wie lange dauert das Verfahren bis zur Scheidung?

Sobald dem Rechtsanwalt sämtliche notwendigen Unterlagen vorliegen, kann der Scheidungsantrag eingereicht werden. Die Dauer des Verfahrens hängt davon ab, ob das Trennungsjahr bzw. die zehnmonatige Trennungsphase bereits absolviert wurde und ob ein Versorgungsausgleich durchzuführen ist. Sofern die Parteien noch keine drei Jahre verheiratet sind oder sie den Versorgungsausgleich durch eine notarielle Urkunde ausgeschlossen haben oder beabsichtigen, diesen Ausschluss vor Gericht protokollieren zu lassen, kann der Scheidungstermin innerhalb von etwa zwei Monaten bestimmt werden. Allerdings hängt dies extrem von der Bearbeitungszeit durch das jeweilige Gericht ab.

Sofern der Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss, ist mit einer Verfahrensdauer von ca. sechs Monaten ab Einreichung des Scheidungsantrages zu rechnen.

Am Tag des Scheidungstermins wird der Scheidungsbeschluss im Regelfall allerdings noch nicht rechtswirksam. Die Rechtswirksamkeit tritt erst etwa einen Monat nach Zustellung des Scheidungsbeschlusses bei den Parteien ein.

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Wann ist eine Scheidung „einvernehmlich“?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung sind sich die Parteien über die wesentlichen Punkte einig. Das heißt, sie streiten sich nicht oder lediglich noch um Kleinigkeiten, jedoch sind sie sich darüber einig, dass sie geschieden werden wollen. Bei einer einvernehmlichen Scheidung kann nach ca. zehn Monaten Trennungszeit der Scheidungsantrag eingereicht und nach zwölfmonatiger Trennung dann die Ehescheidung ausgesprochen werden.

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Vertritt Ihre Kanzlei mich auch bei einer streitigen Scheidung?

Auch bei einer so genannten streitigen Scheidung kann selbstverständlich eine Vertretung durch unsere Kanzlei erfolgen und auch online abgewickelt werden.

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Wie berechnen sich die Scheidungskosten genau?

Ausschlaggebend ist der sogenannte Streitwert der Scheidung.

Dieser berechnet sich aus den Nettomonatsgehältern beider Eheleute. Beide Nettoeinkommen werden addiert und mit dem Faktor 3 multipliziert. Dann wird noch der feste Wert des Versorgungsausgleichs mit € 2.000,00 hinzugezählt und man hat den Streitwert.

Einfaches Beispiel:

Nettogehalt Ehemann € 1.500,00

plus

Nettogehalt Ehefrau € 1.500,00

ergibt

€ 3.000,00 X 3 ergibt € 9.000,00.

Dazu € 2.000,00 für den Wert des Versorgungsausgleichs ergibt einen Streitwert von € 11.000,00 aus dem sich die Gerichts- und Anwaltskosten nach Gerichtskostentabelle und nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetztabelle errechnen. Bitte beachten: Die vorgenannten € 11.000,00 an Streitwert sind natürlich nicht die Scheidungskosten. Diese liegen weit darunter, in unserem vorstehenden Beispiel bei ca. € 2.000,00.

Kompliziert für den Laien, aber ganz einfach wenn man die Tabellen zur Hand hat. Füllen Sie einfach das Formular aus oder schreiben uns eine email an info@staab-collegen.de. Wir berechnen Ihnen dann kostenlos und unverbindlich die Gesamtkosten Ihrer Scheidung.

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Wie können wir Scheidungskosten sparen?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung können die Ehepartner dann Scheidungskosten sparen, sofern nur die Antragstellerpartei einen Rechtsanwalt beauftragt. In diesem Fall können die Parteien untereinander vereinbaren, dass jede Partei die Hälfte der Anwaltskosten trägt.

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Wie läuft der Scheidungstermin bei Gericht ab?

Zuerst überzeugt sich das Familiengericht von Ihrer Identität durch Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses. Dann wird kurz gefragt seit wann Sie getrennt leben und ob Sie sich wirklich scheiden lassen wollen. Im Normalfall einer einverständlichen Scheidung dauert die Prozedur nur 10 Minuten. Wenn jedoch über einiges gestritten werden muss kann ein Termin viele Stunden dauern.

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Was wird im Scheidungsverfahren geregelt?

Zusammen mit dem Scheidungsverfahren ist der so genannte Versorgungsausgleich zu regeln, sofern die Parteien diesen nicht ausschließen, kein notarieller Ausschluss erfolgt, die Parteien noch keine drei Jahre verheiratet sind, die Durchführung des Versorgungsausgleichs nicht wünschen oder ein Fall von Unerheblichkeit vorliegt. Darüber hinaus sind nur dann Folgesachen wie z. B. Unterhalt oder Zugewinnausgleich zu regeln, sofern dies von einem der Scheidungswilligen beantragt wird.

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Zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Die Scheidung an sich wird von der Rechtsschutzversicherung nicht gezahlt. Manche Verträge enthalten jedoch den Passus, daß anläßlich der Trennung eine anwaltliche Beratung gezahlt wird. Bitte fragen Sie bei Ihrer Rechtsschutzversicherung nach. Die Beratung kann natürlich bei uns auch online erfolgen. Schreiben Sie uns eine email an kontakt@staab-collegen.de.

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Kann ich mich auch ohne Anwalt scheiden lassen?

Nein. Das funktioniert in Deutschland nicht.

Ber bei einer einvernehmlichen Ehescheidung benötigt lediglich der antragstellende Ehegatte einen Rechtsanwalt. Der andere, der lediglich der Scheidung zustimmt, muss keinen eigenen Rechtsanwalt beauftragen. Dies hat den Vorteil, dass die Scheidungskosten auf ein Minimum reduziert werden. Einen „gemeinsamen Rechtsanwalt“ gibt es deshalb aber nicht da ein Anwalt immer nur eine Partei vertreten kann. Er ist dabei aber an den Auftrag seines Mandanten gebunden.

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Hat es einen Nachteil, einen Anwalt zu beauftragen, der seinen Kanzleisitz nicht an meinem Wohnort hat?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung stellt es überhaupt kein Problem dar, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der einen weiter entfernten Kanzleisitz hat. Sollte jemand aus unserer Kanzlei nicht persönlich zum Gerichtstermin kommen, so wird ein so genannter Korrespondenzanwalt von uns beauftragt. Dieser wird dann vor Ort den Termin vor dem Scheidungsrichter wahrnehmen und Sie umfassend betreuen. Es entstehen für Sie keine Mehrkosten und es fallen auch keine Fahrtkosten an.

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Ab wann lebt man überhaupt getrennt?

Wenn keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht. Man kann jedoch auch innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt leben. Dafür ist es jedoch erforderlich, daß jeder "seine eigene Wäsche wäscht". Sie müssen also so leben, als ob Sie nichts mehr miteinander zu tun hätten. In der Praxis kommt es hier öfters zu Beweisschwierigkeiten wenn einer das Getrenntleben bestreitet.

Sobald aber die Ehepartner beschließen, sich zu trennen, beginnt die Trennungszeit. Es muss lediglich einer der Ehepartner gegenüber dem anderen äußern, dass er die eheliche Lebensgemeinschaft nicht aufrecht erhalten möchte. Daneben müssen auch die äußeren Umstände an die Trennung angepasst werden. Entweder zieht ein Ehepartner aus der ehelichen Wohnung aus oder es findet eine Trennung von Tisch und Bett innerhalb der Ehewohnung statt. Dabei haben die Parteien getrennt zu schlafen, zu essen und zu waschen usw.

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Verfahrenskostenhilfe

Bei geringem Einkommen bzw. bei erheblichen Schulden, können die Parteien Verfahrenskostenhilfe beantragen. Dies bedeutet, dass die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts und der Gerichtskostenanteil von der Staatskasse getragen werden. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass das Gericht Verfahrenskostenhilfe auf Ratenbasis mit meist sehr geringen monatlichen Raten bewilligt. Dies bedeutet, dass die antragstellende Partei lediglich ein zinsfreies Darlehen erhält. Dabei können bis zu 48 Monatsraten festgesetzt werden. Die Höhe der Raten wird durch das Gericht festgelegt. In der Regel stellt der Rechtsanwalt für den Mandanten den Antrag auf Verfahrenskostenhilfe und reicht den entsprechenden Fragebogen bei Gericht ein.

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Kann auf den Versorgungsausgleich verzichtet werden?

Der Versorgungsausgleich kann entweder durch eine vor einem Notar geschlossene Urkunde oder vor Gericht durch einen so genannten Anwaltsvergleich ausgeschlossen werden. Vor Gericht ist es dann allerdings notwenig, dass beide Parteien anwaltlich vertreten sind. Allerdings kann der zweite Rechtsanwalt lediglich für den Ausschluss des Versorgungsausgleichs im Scheidungstermin beauftragt werden. Dadurch können zusätzlich Kosten gespart werden.

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Kann ich meinen alten Namen wieder annehmen?

Selbstverständlich!

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Wann kann ich neu heiraten?

Nach rechtskräftiger Ehescheidung kann in der Regel sofort wieder neu geheiratet werden.

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Ist eine Online-Scheidung in Deutschland erlaubt?

In der Deutschland gibt es keine Scheidungen die auschließlich online über das Internet funktionieren. Allerdings kann über eine Internetseite ein Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin beauftragt werden welche/r dann den Scheidungsantrag formuliert und ihn einreicht beim zuständigen Familiengericht. Dort wird das Scheidungsverfahren durchgeführt, d. h. dass man zumindest einmal beim Scheidungstermin vor Gericht für ca. 10 Minuten erscheinen muss.

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